Das Niedrigenergiehaus: freundlich zu Umwelt und Geldbeutel
Der Begriff „Niedrigenergiehaus“ ist einesteils ein Synonym für den landläufigen Ausdruck „Energiesparhaus“, bezeichnet gleichzeitig aber ein Haus, das einen der Energiestandard nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt. Ein Niedrigenergiehaus benötigt also weniger Heizenergie als erlaubt ist. Hinter dieser Vorschrift des Gesetzgebers steckt aber nicht der Gedanke, dem einzelnen Bürger Geld einzusparen, sondern die volkswirtschaftlich und ökologisch orientiere Bemühung, Energie zu sparen und somit Umwelt und Ressourcen zu schonen.
Grundlage der Einstufung eines Hauses nach der Energieeinsparverordnung (EnEV), also auch das Kriterium dafür, ob ein Haus ein Niedrigenergiehaus ist, bildet der Primärenergiebedarf. Man könnte auch sagen: Entscheidend ist, wieviel Energie aus fossilen, nicht nachwachsenden Energieträgern ein Haus verbraucht. Die erlaubten Mengen an Primärenergie sind dabei keine starren Werte, sondern orientieren sich an den individuellen Gegebenheiten des einzelnen Hauses, wie vor allem dem Verhältnis zwischen der Außenfläche des Hauses und dem umbautem Raum.
Die unverzichtbare Grundlage jeder Bemühung um Energieeffizienz eines Hauses – egal ob KfW 55 oder Passivhaus - besteht immer darin, den Transmissionswärmeverlust so gering wie möglich zu halten. Damit ist der Wärmeverlust eines Hauses an Dach-, Wand- und Fensterflächen gemeint. Anders ausgedrückt: Wer Heizenergie sparen will, benötigt zu allererst eine gute Wärmedämmung, die dafür sorgt, dass die Wärme im Haus bleibt, ansonsten ist ein Niedrigenergiehaus erst gar nicht zu verwirklichen. Holzhäuser wie das Schwedenhaus besitzen durch die guten Wärmedämmeigenschaften des Baustoffes Holz von sich aus die nötige Wärmedämmung, um als Niedrigenergiehäuser konzipiert und gebaut werden zu können.
Kategoriezuordnung: Energiesparhäuser