Plusenergiehaus: Ein Kraftwerk zum drin Wohnen

Noch einen Schritt weiter als das Nullenergiehaus geht das Plusenergiehaus: Es verbraucht nicht nur keine Energie, sondern erzeugt sogar welche und liefert sie nach außen und zwar in Form von elektrischem Strom, den das Plusenergiehaus in das öffentliche Stromnetz einspeist.

Wer heute einen Neubau konzipiert, ist nicht nur gesetzlich gezwungen, sondern auch aus Eigennutz daran interessiert, den Energieverbrauch und damit die Kosten für Gas, Öl und Elektrizität zu minimieren oder gar ganz auszuschalten. Reizt man die heute vorhandenen technischen Möglichkeiten aus, kann man dabei sogar über das Nullenergiehaus hinaus gehen und zum Plusenergiehaus gelangen.

Grundlage beim Bauen eines Plusenergiehauses ist natürlich wieder eine Bauweise, die Transmissionswärmeverluste so weit wie irgend machbar eliminiert. Das lässt sich zum Beispiel bei einem Holzhaus wie dem Schwedenhaus recht gut erreichen. Gleichzeitig wird dabei auch noch an den Baukosten gespart.

Das Plusenergiehaus schöpft zunächst alle Möglichkeiten aus, die Wärme im Haus zu halten und die unvermeidlichen Verluste zu ersetzen, die es beim Passivhaus auch gibt. Wie bei einem Nullenergiehaus wird gleichzeitig Energie aus regenerativen Quellen gewonnen. Allerdings müssen die dafür verwendeten Anlagen deutlich leistungsfähiger ausgelegt werden als bei diesem, damit nicht nur der Eigenbedarf an elektrischem Strom erzeugt wird, sondern ein deutlicher Überschuss, damit sich die Einspeisung auch lohnt.

Die Einnahmen durch die Einspeisung von überschüssigem Strom in das Stromnetz werden durch das Energieeinspeisungsgesetz auf Jahre hinaus garantiert. So entstehen beim Plusenergiehaus nicht nur keine Kosten für Energie, sondern es werden Einnahmen erzielt, so dass sich die erhöhten Baukosten auch hier wieder amortisieren

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