Reihenhaus: Ihr Eigenheim im urbanen Umfeld
Reihenhaus-Siedlungen sind keine deutsche Besonderheit, sondern man sieht Reihenhäuser auch beispielsweise in England als typische Bebauungsform in städtischen Wohnsiedlungen mit Eigenheimen. Von Reihenhäusern spricht man, wenn mindestens drei Häuser – in der Regel mit ihren Schmalseiten – aneinander gebaut sind. Das erste und letzte Haus einer solchen Reihe bezeichnet man als Reihenendhäuser, die anderen sind Reihenmittelhäuser.
Sind lediglich zwei Häuser mit ihren Giebelwänden aneinander gebaut, handelt es sich nicht um Reihenhäuser, sondern um ein Doppelhaus. Sowohl bei der Reihenhaus-Bauweise als auch beim Doppelhaus müssen die Wände zwischen den Häusern als Brandmauern ausgeführt sein. Als Reihenhäuser im Wortsinn kann man auch aneinander gebaute Mehrfamilienhäuser auffassen, jedoch versteht man unter einem Reihenhaus landläufig immer ein Reihen-Einfamilienhaus.
In einem Reihenhaus zu wohnen hat seine spezifischen Vor- und Nachteile. Das Reihenhaus besitzt zwei Außenwände weniger als ein freistehendes Haus, was sich natürlich auf die Kosten für das Heizen auswirkt Dafür hat das Haus zwei fensterlose Wände und auch die Schallübertragung ist ganz ähnlich wie in einer Etagenwohnung. Bei einem Reihenendhaus kommen diese Vor- und Nachteile in entsprechend abgeschwächter Form zum Tragen.
Gründe, sich beim Bau oder Kauf eines Hauses für eine Reihenhaus zu entscheiden gibt es mehrere, entscheiden sind aber wohl meist die Anschaffungskosten. Hier sei aber angemerkt, dass man den Preis für Einfamilien-Fertighäuser problemlose durch den Einsatz von Eigenleistung absenken kann. Wer ein Fertighaus in Ausbaustufen nicht interessant findet, für den ist ein Reihenhaus vielleicht die bessere Alternative zum Sparen. Gerade beiden hohen Kosten für Bauplätze im urbanen Bereich spart man bei den Kosten für das Grundstück. Und auch der Preis für das eigentliche Haus ist in aller Regel geringer als bei einem freistehenden Einfamilienhaus.
Kategoriezuordnung: Hausbau
