Das Energiesparhaus- Wohnkonzept für die Zukunft
Unter dem Eindruck einer sich anbahnenden Energiekrise, einhergehend mit extrem hohen Kosten für fossile Energieträger wird die Nachfrage nach energiesparenden Wohnkonzepten immer größer. Die wenigsten Menschen wissen jedoch nach welchen Kriterien die Energieeffizienz bewertet wird und wie sie sich im praktischen Leben bemerkbar macht. Der wichtigste Richtwert bei der Bewertung der sinnvollen Wärmenutzung eines Hauses stellt der KfW Wert dar.
Entspricht ein Neubau nach der KfW 100 Norm, dem minimal nötigem was ein Neubau an Energiersparleistung aufbringen muss, so bieten KfW 55 und KfW 70 Häuser eine weitaus attraktivere Perspektive zum Energiesparen. Der Wert 55 sagt aus, dass ein Haus welches nach dieser Norm errichtet wurde im Vergleich zu einem normal gedämmten Neubau 45% weniger Energie in Form von Wärme benötigt. Analog dazu verbraucht ein KfW 70 Haus immerhin noch 30% weniger Wärmeenergie als ein nach normalen Kriterien errichteter Neubau. Um die hohen Anforderungen des KfW 55 Standards erfüllen zu können muss der Neubau luftdicht sein. Die Belüftung der Räumlichkeiten erfolgt über eine spezielle Lüftungsanlage. Auch finden zumeist Bodenheizungen Verwendung.
Die KfW Norm ist hingegen auch bei einer Altbausanierung zu Verwirklichen, da diese nicht so hohe Anforderungen an Türen, Fenster und Dämmung stellt. Jedoch kann die Sanierung eines Altbaus nach nach der KfW 70 Norm als wirtschaftlich bezeichnet werden, da die Energieeinsparungen signifikant sind. Das Energiesparhaus bietet die Möglichkeit zum aktiven Klimaschutz, jedoch nicht zuletzt auch zu einer extremen Kosteneinsparung bei gleich bleibender Wohnqualität. Die Normen KfW 55 und 70 sollten den Richtwert bei jeder Altbausanierung und jedem Neubau Darstellen.
